EINLEITUNG

Seit Mitte der 80iger Jahre arbeiteten Pädagogen, Psychologen und Kampfkunstlehrer an einem erziehungs- und sportwissenschaftlich fundierten Unterrichtskonzept, asiatische Kampf- und Bewegungskünste (kurz „Budo“) im Kontext erzieherischer, sozialer und therapeutischer Felder einzusetzen.

Mit ersten fachspezifischen Fortbildungsreihen für Sozial- und Jugendarbeiter, Sportlehrer, Trainer und Fachübungsleiter, die von den unterschiedlichen Kampfsportverbänden anerkannt oder gar gefördert wurden, entwickelten am Bayerischen Institut für Jugendarbeit Gauting (München) die Pioniere auf diesem Gebiet schließlich die berufsqualifizierende Weiterbildung zur Budopädagogin / zum Budopädagogen.

Von 1999 bis 2011 wurde weltweit erst- und einmalig das zunächst in Kooperation mit der „Internationalen Arbeitsgemeinschaft Budo in Pädagogik und Therapie (BPT)“ und später auch dem neu gegründeten Deutschen Institut für Budopädagogik (IfBP) in Stade bei Hamburg angebotene Studienseminar „Budopädagogik“ in Gauting erfolgreich durchgeführt.

Hier wurden die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die entsprechend der offiziellen Weiterbildungsleitlinien entweder aus erzieherischen und therapeutischen oder artverwandten Berufen kommen und gleichzeitig ausreichende Kampfkunsterfahrung vorweisen oder aber im Kinder- und Jugendtraining tätige und erfahrene Budolehrer sind, in der neuen Disziplin der Budopädagogik theoretisch und praktisch geschult. Durch Fachvorträge, Workshops, Praktika, Hospitationen, Übungen und persönliche Anleitung wurden sie in 9 Wochenendveranstaltungen an insgesamt 31 Tagen berufsbegleitend über 1,5 Jahre qualifiziert, Budo als effektive Methode in Pädagogik (Sozial-, Sonder-, Heil- und Schulpädagogik) und Therapie (Sport-, Körper- und Psychotherapie) oder auch im Coaching (Beratung, Supervision, Management) einzusetzen.

Daran wirkten renommierte Wissenschaftler (Professoren, Doktoren und Forscher verschiedener Fachgebiete und Universitäten), anerkannte Experten der fachlichen Nachbar- und Randgebiete sowie erfahrene Praktiker und vor allem auch hochrangige Kampfkunstmeister und Budolehrer mit, die als Referenten die Weiterbildung inhaltlich und konzeptuell untermauern und flankieren.

Thematisch sind neben der Theorie und Praxis des Budo als Weg der persönlichen Schulung durch Bu, Do, Dojo, Reigi, Shitei, Zen (Yoga, Meditation und Spiritualität), der Geschichte und Philosophie der Kampfkünste (Taoismus, Buddhismus, Konfuzianismus), der traditionellen und modernen Lehrmethodik und -didaktik (Ishin-Denshin, Shu-Ha-Ri, Omote-Okuden) auch grundlegende Erkenntnisse aus Sport- und Erziehungswissenschaft, Psychologie, Medizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Soziologie usw. oder erfolgreiches Projektmanagement für die angehenden Budopädagogen zu vermitteln.

Auch vorbildliche Ansätze aus Heimerziehung, Strafvollzug, Psychiatrie, in denen Budo eingesetzt wird, werden vorgestellt und es kommen auch Betroffene (Mitarbeiter und Klienten) zu Wort, um am Ende für ein möglichst umfassendes Wissen und Know how der Teilnehmer zu sorgen.

Nach mittlerweile 12 Jahren und 6 erfolgreichen Kursen haben die Absolventen, die z.B. auch als erfolgreiche Wettkämpfer (Welt-, Europa- und Internationale Deutsche Meister) oder auch mit Meister- und Großmeister-Graduierungen aus den Systemen Aikido, Judo und Ju-Jutsu, Karatedo, Taekwondo, unterschiedlichstes Kung Fu / Wushu und Tai Chi, Hapkido, Kendo und Iaido, Arnis/Esrima/Kali etc. nahezu alle asiatischen Budo-Kampfkünste vertreten, dank ihres Abschlusses als Budopädagogin oder Budopädagoge ihre berufliche Tätigkeiten und Perspektiven deutlich verbessern können.

Fast alle Absolventen arbeiten erfolgreich in der Jugend- und Verbandsarbeit auf ihrem Spezialgebiet und bieten entweder Kurse an wie z.B. „Aikido mit Blinden“, „Karatedo gegen Gewalt“, „Judo in der Jugendpsychiatrie“, „Zen für Kinder mit ADS-Störung“ oder „WT für Missbrauchs opfer“ oder arbeiten effektiver in Schule, Gefängnis oder Heim, oder sie richten im Sportverband gezielt besondere Lehrgänge für Kinder und Jugendliche aus, beraten soziale Einrichtungen und coachen als Personaltrainer in großen Unternehmen oder haben eigene Dojo mit besonderer Ausrichtung in Hinblick auf systematische Persönlichkeitsförderung durch Budo gegründet.

Organisiert sind viele in dem eigens Berufsverband der Budopädagoginnen und Budopädagogen (BvBP e.V.), der ihre berufspolitischen Interessen auf dem Arbeitsmarkt vertritt und mit dem Institut für Budopädagogik auch für die Qualitätssicherung sorgt. Zahlreiche Veröffentlichungen dokumentieren, dass sich die Budopädagogik als eine besondere Methode neben den Nachbardisziplinen der Erlebnispädagogik und Sozialen Sporttherapie vor allem innerhalb der Jugend- und Sozialarbeit bewährt hat und sich zunehmend etabliert. Die Nachfrage an derart qualifizierten Pädagogen steigt.

Mit dem 7. Durchgang (2011-2013) wird die Weiterbildung ausschließlich vom Institut für Budopädagogik bzw. dem Begründer und Fachlichen Leiter der Weiterbildungen Dr. J.-M. Wolters als Anbieter und Veranstalter durchgeführt.

Seit 2010 wird „Budopädagogik“ auch im Diplom-Sozialpädagogik-Lehrgang in Linz, Österreich angeboten; eine Weiterbildung (wie in Deutschland) auch für Österreich ist in Vorbereitung.

Seit 2011 werden auch Budopädagogik-“Master“ ausgebildet, die ihrerseits als besonders qualifizierte Referenten nunmehr maßgeblich auch an den Fort-, Aus- und Weiterbildungen und Fach-Veranstaltungen der Budopädagogik mitwirken.


D I E     W E I T E R B I L D U N G


Budo…

...ist der japanische Oberbegriff für die traditionellen ostasiatischen Kampfsportarten bzw. Kampfkünste, in denen der kriegerische Aspekt zugunsten der Persönlichkeitsförderung und spirituellen Selbstentwicklung aufgegeben wurde. Seit jeher war Budo eine Lebens- und Charakterschule, die nur wenig mit dem zu tun hat, was wir im Westen unter dem Begriff „Sport“ verstehen. Nicht die äußere, messbare Leistung sondern die innere Reifung und Menschwerdung stand und steht im Mittelpunkt der Weglehre der Kampfkünste (jap. „Do“).

Aufgrund dieser originären erzieherischen, selbsterzieherischen aber auch therapeutischen Anteile der Auseinandersetzung mit sich selbst gewinnt Budo immer mehr als neues Medium in der Pädagogik immer mehr an Bedeutung und Beachtung. Budo als eine körper-, bewegungs- und haltungsorientierte Ausdrucksform kann als eine besonders erlebnisintensive Methode einer neuen Sonder-Pädagogik betrachtet werden, deren „Weg und Ziel“ im Kontext der initiierten positiven Persönlichkeitsentwicklung in erster Linie selbstbewußtes und partnerschaftlich-prosoziales, friedliches Verhalten ist.

Budo als pädagogischer Ansatz

Judo, Karatedo, Aikido, Taekwondo, Kung-Fu oder Tai-Chi wurden in den letzten Jahren äußerst erfolgreich in der pädagogischen und therapeutischen Arbeit mit schwierigen Zielgruppen eingesetzt.

Derartige Ansätze, die Budo ganz gezielt zur Entwicklung und Förderung von Selbstbewusstsein und Selbstbeherrschung oder positiven Sozialverhaltens anwenden, gehen inhaltlich und methodisch weit über ein „normales“ Training im Sportverein hinaus. Gefordert wird deshalb eine Vorgehensweise, die die erzieherischen und therapeutischen Aspekte des Budo systematisch einbezieht.

Damit Jugendhilfe, Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, Jugendstrafvollzug und Jugendpsychiatrie sowie weitere Bereiche der erzieherischen, sozialen und therapeutischen Arbeit mit jugendlichen Rand- und Sondergruppen von professionellen Budo-Angeboten profitieren können, wurde die Disziplin der Budopädagogik entwickelt. Sie trägt den Besonderheiten eines erzieherisch wirksamen Trainings und budopädagogisch effektiven Maßnahme durch eine spezielle berufliche Qualifizierung der Trainer/Lehrer bzw. Pädagogen/ Therapeuten Rechnung.

Dabei sind zunächst folgende orientierende Fragen hilfreich:

Was kennzeichnet das erzieherische Wesen des Budo?



Wachsender Bedarf nach Qualifizierung –

Die Weiterbildung als innovative Antwort

Trotz erziehungs-, sport- und sozialwissenschaftlich bestätigtem Erfolg vieler Budo-Projekte in Pädagogik, Beratung und Therapie und dem wachsenden Interesse von Institutionen, Budo in der Betreuung und Behandlung ihrer Klientel zu integrieren, fehlte es bisher an speziell qualifizierenden Ausbildungen, die die erforderliche professionelle Kompetenz vermitteln, garantieren und den Praktikern auch formal zertifizieren.

Die am Institut für Jugendarbeit über lange Jahre durchgeführte Zusatzqualifikation "Budo und soziales Lernen" für Trainer asiatischer Kampfsportarten knüpfte an diesen Bedarf an und führte 1999 – erstmals überhaupt – zur Entwicklung eines umfassenden Ausbildungskonzeptes mit offizieller Anerkennung für Berufe in pädagogischen Handlungsfeldern.

Die 1 ½-jährige berufsbegleitende Weiterbildung zur Budo-Pädagogin / zum Budo-Pädagogen, die von 1999 bis 2011 in Kooperation des Instituts für Jugendarbeit des Bayerischen Jugendrings und dem Institut für Budopädagogik zum wiederholten Male in Gauting angeboten wird



Ziele der Weiterbildung

Die berufsbegleitende Weiterbildung

Zielgruppen

An wen wendet sich diese qualifizierende Maßnahme, welche Voraussetzungen sind zu erfüllen und für wen ist sie besonders geeignet, die beruflichen Standards wie Perspektiven zu verbessern ?

Die Weiterbildung richtet sich in erster Linie an professionell Tätige in erzieherischen, sozialen und therapeutischen Feldern, also z.B.

mit Erfahrungen in einer Kampfsportart/Kampfkunst (Budo), vor allem Trainer/innen und Lehrmeister/innen,

aber auch

Die Eckpfeiler der Budopädagogik

Die Disziplin der Budopädagogik ist die spezielle Pädagogik

Die Bezugssysteme der Budopädagogik liegen in der Theorie und Praxis von Psychologie und Erziehungs- und Sportwissenschaft.

Die Budopädagogik gewinnt auch eigene Erkenntnisse aus der Analyse und der Konvergenz ihrer fachlichen Nachbardisziplinen und „Nebenfächer“, beispielsweise der Philosophie, Soziologie, Kriminologie.

Die Betonung interdisziplinärer Konzepte ist bei der eklektizistischen Entwicklung und Vorgehensweise der Budopädagogik programmatisch und bezieht sich selbstverständlich auch auf die Synergie östlicher und westlicher Verfahren der Persönlichkeitsbildung und -entwicklung.

Einige exemplarische Arbeitsthemen im Überblick:

Das Wesen des Budo (Budo-Theorie: Geschichte, Geisteskultur
und Philosophie des Budo; Budo-Lehre, -Praxis und Wirkung)

Grundlagen der Sportwissenschaft (Sportpädagogik,Sporttherapie)

Relevante Bausteine aus dem Bereich der Erziehungs-wissenschaften (Pädagogik, Sozialpädagogik, Erlebnispädagogik) und Psychologie


Die Budo-Pädagogik als "Sonder"-Pädagogik (Synergie: Grundlagen, Konzepte)


Pädagogisch-therapeutische Konzeptentwicklungen und Projekte


Praxisbeispiele

In den Kurseinheiten werden auch Praktiker exemplarisch ihre budopädagogische Arbeit in unterschiedlichen Feldern vorstellen, z.B.:

Referenten

Wechselnd mitwirkende und lehrbeauftragte Referenten mit ihren jeweiligen Themenschwerpunkten, die das Leitungsteam je nach Bedarf unterstützt haben bzw. unterstützen:

(in alphabetischer Reihenfolge):  

Joseph Badegruber (Psychologe, Buddhistischer Psychotherapeut, Zen- u. Naikan-Lehrer): „Spiritualität“*

Dr. Florian Besch (Ethnologe, Tibetologe, Budopädagoge / Karatedo-Dan): "Kampfkunst – Heilkunst" *

Henriette Bohn (Dipl. Psychologin, Budopädagogin, Fachhochschuldozentin): „Kampfkunst und Frauen“

Thomas Brendel (Physio- u. Sporttherapeut / Aikido-Dan): „Kampfkunst im psychiatrischen Maßregelvollzug“ / „Kampfkunst mit Behinderten“

Hans Briese (Masseur u. Körpertherapeut / Kempo-Shihan, Bushin-Ryu-Kempo Soke): „Elemente und KI“

Ralf Brünig (Lehrer, Verbandsfunktionär / Karate-Dan DKV): „Karate als Schulsport“

Regina Eggenberger, Schweiz (Heilpraktikerin, Shiatsu-Therapeutin, Sozialpädagogin, Budopädagogin / Aiki-Jujutsu-Dan): „Kampfkunst und Heilkunst“

Dr. phil. Roland Feldmann (Dipl. Pädagoge, Bildungsreferent): "Außerschulische Bildungsarbeit, Erlebnispädagogik, TZI"

Angela Förster (Pädagogin; Ärztl. gepr. Yogalehrerin): „Yoga“

Manfred Huber (Dipl. Sozialpädagoge, Bildungsreferent): "Erlebnispädagogik", Vertreter des Instituts Gauting, Organisatorische Leitung

Dr. psych-Päd. Hans Hofinger (Lehrer, Coach, Zen-Lehrer (Karate-Dan): „Zen in der Kampfkunst“

Dr. med. Dirk Holst (Psychiater, Kinder- u. Jugendpsychiater, Psychotherapeut / Osho-do und Hapkido): „Kampfkunst in Therapeutischen Gemeinschaften“

Thomas Kieslich (Budopädagoge, 4.Dan Aikido): „Kampfkunst in Heil- und Sonderpädagogischen Einrichtungen“*

Cornelia Janson (Pädagogin, Supervisorin, Organisationsberaterin / Aikido-Dan): „Projekt-Management (PM für Budopädagogen)“

Sonny Jung (Diplom-Sportlehrerin, Sportmediatorin, Budopädagogin, / 5.Dan Taekwondo, DTU) "Sportwissenschaften", "Psychomotorik"

Univ. Prof. Dr. phil. Joachim Kersten (Dipl. Soziologe, Kriminologe, Professor / Karatedo-Kyoshi): „Budo in Ost und West - damals und heute“

Dagmar Kersten (Budopädagogin, 2.Dan Taekwondo): "Sport vs Kunst"

Werner Lussi, Schweiz (Sozialpädagoge, Budopädagoge „Master“ / Judo-Dan, Yamabushi Judo Soke): „Qualitätssicherung und Pojektmangement“*

Sabine Mackrodt (Lehrerin, Anti-Gewalt-Trainerin / Wing Tsun -Kung Fu-Honorartrainerin der EWTO): „Kampfkunst für Frauen“, "Empowerment"

Uwe Mandler (Budopädagoge, ausserschulischer Pädagoge / 4.Dan Taekwondo): „Budopädagoge als Beruf“ *

Oliver Paganini, Schweiz (Sozial- u. Sonderpädagoge, Budopädagoge / Judo 4.Dan): „Kampfkunst mit Behinderten“

Helmut Queckenstedt (Pädagoge / Karatedo-Hanshi, Zen-Karate Soke, Zen-Lehrer): „Spiritualität in der Kampfkunst", "Zen, Zazen“

Univ. Prof. Dr. med. ÄD Winfried Ramb (Psychiater, Kinder- u. Jugendpsychiater, Neurologe, Psychotherapeut; Professor für Sozialpädagogik (Wiss.): "Psychopathologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie"

Univ. Prof. emer. Dr. phil. Hermann Rieder † (Dipl. Psychologe, Sportwissenschaftler): „Sportwissenschaften“ und „Sport als Therapie“

Univ. Prof. Dr. phil. Matthias v. Saldern ( Erziehungswissenschaftler, Lehrer / Karatedo-Dan DKV): „Budo“

Mignon v. Scanzoni (Shiatsu-Lehrtherapeutin / Karatedo-Renshi): „Kampfkunst und Heilkunst“

Hubert Schmitz (Budopädagoge „Master“ / Iaido-, Jodo-, Battodo-Sensei): „Budo“ *

Marion Schnurrnberger (Dipl. Psychologin, Psychotherapeutin / Escrima-tori): "Stockkampf in Systemischer und Familientherapie"

Andreas Schölz † (Lehrer, Verbandsfunktionär / Karatedo-Dan): „Kampfsport und Schulpädagogik“

Gertrud Schröder (Qi-Gong-, Tai-Chi- u. Kung-Fu-Lehrerin): „Aspekte Innerer Kampfkunst“

Reto Sprecher, Schweiz (Sozialpädagoge / Wing Tsun -Lehrer, 4.TG): „Kampfkunst in der Drogentherapie“

Karin Springer (Lehrerin, Dipl. Psychologin, Bildungsreferentin, Mediatorin / Taekwondoin) – Organisatorische Leitung

Melanie Walter, jetzt Moosbuchner (Dipl. Psychologin, Erlebnispädagogin, Bildungsreferentin / Judo-Dan) - Organisatorische Co-Leitung

Dr. phil. Jörg-Michael Wolters (Erziehungswissenschaftler, Dipl. Sozial-Päd. Wiss, Sozialtherapeut, Verhaltenstrainer & Coach / Kempo- und Karatedo-Hanshi, Shoto-Kempo-Ryu Soke, Budo-Lehrer) – Fachliche Leitung, verantwortlich *

* Vorgesehene, angefragte Referenten 2011-13

Struktur der Weiterbildung

Lernorganisation

Die Weiterbildung ist in themenzentrierte Kurseinheiten gegliedert, in denen die grundlegenden Bausteine der Budopädagogik erarbeitet, bearbeitet und weiterentwickelt werden. Fachvorträge aus Forschung und Praxis des Budo und der Wissenschaften zu einzelnen Themenschwerpunkten ergänzen die Gruppen-, Partner- und Einzelarbeiten, in denen systematisch und zielorientiert unter Anleitung der Ausbildungsleiter die Lerninhalte vertieft werden.

Der Transfer in die eigene berufliche und budospezifische Praxis wird durch Übungseinheiten, supervidierte Lehrsituationen sowie themen- und zielgruppenspezifische Praxisberichte von Experten unterstützt.

Die Weiterbildung bezieht daneben aber auch (der Idee des Budo folgend) ritualisierte Abläufe und Übungen der Kontemplation, z.B. regelmäßiges ZaZen und Kata mit ein. Hierzu wird in einem Dojo bzw. insofern in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter traditionell miteinander gelernt, geübt, trainiert, gelebt. Insbesondere hat sich hier die Zusammenarbeit mit der Kampfkunst-Akademie Stade, dem Shoto-Kempo-Kai Honbu Dojo, als ein „intensiver Lernort“ bewährt; ebenso mit anderen traditionellen Budo-Dojos (vorzugsweise von Budopädagogen). Noch intensivere Erfahrungen einer Lern-, Arbeits- und Übungs-Gemeinschaft Gleichgesinnter sind in „Wolterssons Budoborg“, Südschweden, möglich. Hier können – auf Wunsch der Teilnehmer - in einer Intensivwoche drei andere Seminarwochenenden und deren Thematik auf gearbeitet werden.

Die Weiterbildung mit einem Umfang von insgesamt etwa 250 Unterrichtsstunden an 31 Tagen ist als berufsbegleitende Maßnahme für einen Zeitraum von 1 ½ Jahren konzipiert, die sich arbeitnehmerfreundlich über drei Kalenderjahre erstreckt (Ausnutzung dreimaligen Bildungsurlaubs).

In diesem Zeitraum finden in der Regel 9 Kurseinheiten statt, bisher :

Während des Kurses können auf Wunsch oder bei dringendem Bedarf Veranstaltungsorte auch wechseln oder Serminarteile und -inhalte alternativ in intensiven Blockveranstaltungen zusammengefasst werden.

Leistungsnachweise

Neben der durchgängigen Teilnahme am praktischen Unterricht (Präsenzpflicht) und der schriftlichen Vor- und Nachbereitung der einzelnen Seminarteile sowie engagierter Mitarbeit sind ferner zu erbringen:

Zertifikat

Die Weiterbildung wird durch das Institut für Budopädagogik mit einer Urkunde (nebst Leistungsbeschreibung der Maßnahme) und Bestätigung des Berugsverbandes zertifiziert.


Träger

ist das Institut für Budopädagogik, vertreten durch den Leiter Dr. J.-M. Wolters.

Veranstaltungsorte

Die einzelnen Veranstaltungen werden, je nach Kurs in unterschiedlicher Gewichtung, an verschiedenen Tagungsorten und in der Kampfkunst-Akademie Stade (bei Hamburg) und/oder in der „Wolterssons Budoborg“, der internationalen Dependance in Südschweden, durchgeführt.

Der 7. Kursdurchgang beginnt mit dem ersten Seminarteil in Nürnberg:



Konzeption

Dr. phil. Jörg-Michael Wolters, Erziehungswissenschaftler und Universitätsdozent für Sozialpädagogik, ist als Budoka mit über 30-jähriger Erfahrung als Karatelehrmeister (Shoto-Kempo-Ryu Soke) der Begründer der Budopädagogik. Er ist als Fachlicher Leiter der Weiterbildung seit 1999 verantwortlich tätig.

Dr. Wolters erforscht seit 1985 die Auswirkungen von Kampfkunst in der Pädagogik und in der / als Therapie und entwickelte, leitete und evaluierte unterschiedliche Budo-Projekte vor allem im Bereich Heimerziehung, Strafvollzug, Sozialtherapie und Jugendpsychiatrie.

Laut Budo-Lexikon ist der international ausgezeichnete Großmeister (Karatedo Hanshi, 6.DAN Karatedo, 6.DAN Kempo) einer der „Wegbereiter des Karate in Deutschland“ und des Einsatzes von „Kampfkunst gegen Gewalt“. Er leitet das Institut für Budopädagogik und die ihm angeschlossenen Kampfkunst-Akademie in Stade und sitzt dem Aufsichtsrat des 2001 gegründeten Berufsverbandes der Budopädagogen und -pädagoginnen (BvBP) vor.

Literaturlage

Über die Budopädagogik als neue Fachdisziplin und ihre auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile erfolgreich etablierte Praxis gibt es bereits eine Fülle von Veröffentlichungen, die von den Ausbildungsleitern, Fachreferenten oder Absolventen der Weiterbildungen publiziert wurden. Zur überschauenden Lektüre über Budopädagogik und die Ausbildung seien hier die grundlegenden Arbeiten des Leiters Dr. J.-M. Wolters empfohlen (weitere siehe auf www.budopaedagogik.de):

Stand Okt. 2011

und verschiedenen budopädagogischen Feldern:

Das weite Spektrum von Arbeitsfeldern spiegelt folgende Auswahl bisheriger Abschlussarbeiten von Absolventen wider:

Das Gebiet der Budopädagogik wird zunehmend wissenschaftlich erschlossen. Unzählige Magister-, Examens-, Diplom, Bachelor-, Master- und sogar Doktorarbeiten sind bisher über die pädagogische Wirksamkeit des Budo und speziell auch die Theorie und Praxus der Budopädagogik als neue Disziplin verfasst (und zum Teil auch publiziert).

Es wird eine enge Kooperation mit akademischen Lehr- und Bildungseinrichtungen angestrebt.

Die alljährlich im Wechsel in Deutschland und der Schweiz stattfindenden Kongresse (seit 2008) und internationalen Fachtagungen tragen dazu bei.

Der Berufsverband (BvBP) fördert seine Mitglieder durch regelmäßige Fortbildung und Meetings und vertritt ihre berufspolitischen Interessen und Ziele.

Budopädagogik wirkt...

Budopädagogik expandiert...

Budopädagogen werden gebraucht...

Leitung der Weiterbildungen

Fachliche Leitung: Dr. phil. Jörg-M. Wolters

Zeitrahmen des 7. Studienseminars (2011-2013)

Laufzeit: 1 ½ Jahre  (= 3 x Bildungsurlaub)

Beginn: Dez. 2011 / Ende: Juni 2013

Termine:

2011

KT1 – Start und Einführung
09. – 11. Dezember 2011 (Nürnberg)

2012
KT2 – Das Wesen des Budo
01. – 04. März 2012 (Stade)

KT3 – Zazen, Spiritualität, Buddhistische Psychologie
15.-17. Juni 2012 (vorgesehen Nürnberg)

KT4 – Budo
28. – 30. September 2012 (vorgesehen Köln)

KT5 – Kampfkunst - Heilkunst
22. – 25. November 2012 (Stade)

2013

KT6 – Budopädagogik
18. – 20.Januar 2013 (n. N.)
*

KT7 - Budopädagogik
8. – 10. März 2013 (n. N.)
*

KT8 - Budopädagogik
26. – 28.April 2013 (n. N.)
*

KT9 – Abschlusskolloquium
26. – 30. Juni 2013 (vorgesehen Stade)

* Kursteile 6, 7 und 8 alternativ auch in einem Blockseminar in Schweden möglich

Änderungen aus wichtigem Anlass möglich.

Kursgröße: Maximal 14 Teilnehmer (nach Auswahl)

Kosten und Vertragspartner


Die Gesamtkosten betragen: € 3.800,- (zahlbar in 5 Raten)

Der Gesamtpreis beinhaltet die Teilnahme an allen Kurseinheiten sowie Unterkunft und (Teil-)Verpflegung.



Vertragspartner ist das Institut für Budopädagogik / Dr. Jörg-M. Wolters, Stade


Auskunft / Bewerbung

Dr. phil. Jörg-Michael Wolters
Institut für Budopädagogik
Tilsiter Strasse 11, D - 21680 Stade
Fon/Fax: +49 4141 62657

dr.j.m.wolters@t-online.de


Internet-Infos:


Institut für Budopädagogik: www.budopaedagogik.de

Berufsverband d. Budopädagogen (BvBP): www.bvbp.org

Kampfkunst Akademie Stade www.shoto-kempo-kai.de

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Budop%C3%A4dagogik


© 2011

Rechtshinweis zum Urheber-, Marken- und Patentrechtsschutz:

1. "Budo-Pädagogik" /"Budopädagogik", "Budo-Pädagoge"/"Budopädagoge" und "Budo-Pädagogin"/Budopädagogin" ist a) als Begriff und b) als Dienstleistung geschützt

2. Die Methode "Budo-Pädagogik" im Rahmen von Erziehung und Ausbildung (s.Kl.41 NKA) ist urheberrechtlich geschützt.


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